Deutsche Telekom: Private Mails bleiben in Deutschland

Deutsche Telekom: Private Mails bleiben in Deutschland

Deutsche Telekom: Private Mails bleiben in Deutschland

Die Deutsche Telekom garantiert den Nutzern den Verbleib ihrer E-Mails in Deutschland. Das betont Telekom-Chef Tim Höttges in einem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“, in dem er erläutert, das nationale Routing sei für private User bereits umgesetzt.

Kein Interesse bei Politik und Wirtschaft

Telekom-Dach; Bild: Deutsche Telekom

Telekom-Dach; Bild: Deutsche Telekom

Im vergangenen Jahr hatte das Bonner Unternehmen angekündigt, den Internettraffic über ausländische Knotenpunkte zu reduzieren und Mails, die innerhalb Deutschlands verschickt würden, nur über deutsche Knotenpunkte zu leiten. Insgesamt zeigte sich Höttges jedoch von seinem Vorstoss aus dem vergangenen Jahr enttäuscht. Denn weder bei großen Unternehmen noch in der Politik sei er mit seiner Idee auf offene Ohren gestoßen. Höttges geht davon aus, dass die geringe Akzeptanz vielfach mit den Kosten zusammenhängt, da es in einigen Fällen deutlich günstiger sein kann, die Daten über das Ausland zu leiten. Dennoch betont Höttges, er wolle weiter an dem Vorschlag festhalten. Sollten Unternehmen eine Lösung wünschen, bei denen die Mails Deutschland und die Europäische Union nicht verlassen, stehen die Deutsche Telekom mit Lösungen zur Verfügung.

Sorgloser Umgang mit Datenschutzbestimmungen

Gleichzeitig weist der Telekom-Chef darauf hin, dass die Gefahr von Hackerangriffen ständig zunehme. Die Telekom hat in einer Studie ermittelt, dass 92 Prozent aller deutschen Unternehmen bereits mit Attacken von außen zu tun hatten. Grundsätzlich sein davon auszugehen, dass die Gefahr ständig ansteige. Dabei betont Höttges, Nutzer gingen vielfach zu sorglos mit Datenschutzbestimmungen um. Viele User akzeptieren Bedingungen von Online-Shops ohne sie gelesen zu haben. Gerade junge Leute, die mit dem Netz aufgewachsen seien, sollten sich dieser Gefahren eigentlich bewusst sein. In vielen Fällen sind Eltern selbst digitale Laien und nicht in der Lage, ihren Sprösslinge die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zu vermitteln.